Ein Gang um die Martinskirche

Während der Innenraum nach dem Bombenschaden von 1944 zehn Jahre später ganz umgestaltet worden ist, trägt die Kirche außen – mit Ausnahme des Chores – ganz die Jugenstilprägung ihrer Bauzeit 1905/1906. Auffallend und typisch dafür ist die reiche bildhauerische Ausschmückung der Fassade. Das zeigt sich vor allem bei der Ausgestaltung der Vorhalle des Südportales: der predigende Jesus umgeben von gebannten, verblüfften, kritischen Zuhörern. Der Künstler, Emil Kienlen, Stuttgart hat sich selbst als Zuhörer dargestellt. Auf der Innenseite der beiden Hauptsäulen, welche die Vorhalle tragen, sind die zwölf Tierkreiszeichen eingemeißelt, als Sinnbilder des Kosmos.

Das Westportal schmücken zwei musizierende Engel, über dem Nordportal tröstet Jesus Menschen jeden Lebensalters: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid…“.

Die bewegten Formen des Jugendstils drücken sich auch darin aus, dass die Fassade der Kirche, die Fensterbrüstungen und Türeinfassungen mit Ornamenten, mit Tier- und Pflanzenmotiven aller Art überreich geschmückt sind.

 

Umgeben ist die Kirche von einem schönen Garten, der teilweise von Ehrenamtlichen gehegt und gepflegt wird und zum Verweilen einlädt.

 

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