Tag der Stimme 2019 | Workshop, Kinderkonzert & Uraufführung

Der ‚Tag der Stimme‘ am 20. Juli war insofern in sehr guter Erfolg, dass es möglich war, thematisch eine große Bandbreite stimmlicher Möglichkeiten zu platzieren und Menschen unterschiedlichen Alters die Gelegenheit zu bieten, sich auszuprobieren und mit vielen verschiedenen Fragen zu diesem Thema ihren Wissensdurst zu stillen.

Dies gelang auf spannende Weise in vielen Gesprächen, im Rahmen des Workshops zusammen mit unserem Gast Mathias Rehfeldt, beim Konzert der Kinderchorgruppen im Rahmen der letzten Ebinger Marktmusik in dieser Saison und nicht zuletzt im sommerlichen Abendkonzert.

© Foto: Dietsche

Kinderkonzert

Dort lag die Faszination eindeutig auf der Uraufführung von Rehfeldts »Sonnengesang«, der eigens in diesem Jahr für die Kantorei der Martinskirche geschrieben wurde.

© Foto: Dietsche

Mathias Rehfeldt l Steffen Mark Schwarz

Bemerkenswert sind auch im Nachgang dieses Tages die vielen Rückfragen ganz verschiedener Personen zum Thema.

Aus unserem ‚Tag der Stimme‘ haben sich folgende Meilensteine ergeben:
Vollzähligkeit zählt – Chor geht nicht alleine.
Chorsingen soll Spaß machen.
Jede Sängerin und jeder Sänger zählt mit seiner Stimme.
Chormitglied sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.


Zusammenfassend dürfen wir feststellen:
Es ist sehr wichtig, dass immer alle Chormitglieder bei der Probenarbeit anwesend sind und mit Lust und Freude das gemeinsame Ziel verfolgen! Eine Chorleiterin oder ein Chorleiter kann den Chor nur prägen, wenn alle Sängerinnen und Sänger eigenverantwortlich und motiviert das umsetzen, was die Leitung vom gesamten Klangkörper einfordert. Jedes Mitglied eines Chores muss sich mit ganzem Herzen und vollständiger körperlicher und stimmlicher Präsenz engagieren. Nur der hervorragende Kontakt und eine ausgezeichnete Kommunikation zwischen Team und Leitung ermöglichen außergewöhnliche (Klang-)Ergebnisse und (Klang-)Erlebnisse. Und beides ist neben einer guten zwischenmenschlichen Gemeinschaft letztlich das wesentliche Ziel und entsteht, wenn sämtliche Sängerinnen und Sänger gewohnt und fähig sind, untereinander musikalisch routiniert zu kommunizieren, sich aufmerksam aufeinander einzustellen, sich aneinander zu orientieren, zueinander zu stehen und gemeinsam zu klingen.

So entsteht ein synchroner Flow, der das gemeinsame Musizieren lebendig werden lässt und alle gemeinsam hineinnimmt in einen faszinierenden Strudel musikalischer Erfüllung!
Dieser Aktionstag ist selbstverständlich nicht das Ende, sondern der Anfang eines herausfordernden Weges, neue Menschen sämtlicher Altersgruppen für das Singen zu motivieren. Fundierter Gemeindeaufbau im Schulterschluss mit allen haupt- und nebenamtlich Verantwortlichen der Kirchengemeinde ist dabei ein grundlegender Aspekt dieses intensiven Engagements.

Kantor Steffen Mark Schwarz