Kirchengemeinderat Martinskirche

Sitzungen im Januar und Februar

Zu Beginn des Jahres nahmen wir uns die Ermahnungen des Apostel Paulus an die Römer 12, 9-16 zu Herzen: Hanget dem Guten an, einer komme dem anderen mit Ehrerbietung zuvor, seid nicht träge, seid brennend im Geiste, freut euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden, trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet Euch herunter zu den geringen und haltet euch selbst nicht für klug.

Mit diesen guten Vorsätzen gehen wir unser letztes Jahr im Kirchengemeinderat der Martinskirche an. Der Rückblick auf die Festtage fiel sehr positiv aus: Wir haben uns gefreut über das Bild der Martinskirche auf der Titelseite des Zollernalbkuriers am Heiligen Abend. Die Gottesdienste Weihnachten und am Altjahrabend waren gut besucht und hatten eine wunderbare festliche Ausstrahlung. Das E-Piano für die Martinskirche kann angeschafft werden. Wir können es vielleicht schon am 17. März im Gottesdienst in der Martinskirche hören. Über die Zukunft der kleinen Orgel im Chorraum werden wir nach Beratung durch Kantor Schwarz und die Firma Rensch später entscheiden.

Unsere Abschlussfahrt im Oktober geht zur Übernachtung ins Kloster Heiligkreuztal. Von dort wollen wir Ausflüge in die Umgebung machen und auf die Zeit im Kirchengemeinderat zurückblicken. Leider mussten wir uns wieder mit dem Vandalismus in und um die Martinskirche herum beschäftigen. Die Gittertore im Südportal werden jetzt zusätzlich gesichert und anschließend werden wir die mit der Kriminalpolizei abgesprochen Maßnahmen durchführen. Wir hoffen, dass wir so und mit Hilfe der Polizei, aufmerksamen Nachbarn und Hinweisen aus der Bevölkerung Abhilfe schaffen können.

Die Februarsitzung des Kirchengemeinderats haben wir ausfallen lassen, dafür haben wir uns (alle haben teilgenommen!) an einem Sonnabendvormittag im Gemeindehaus zum Thema Gottesdienste getroffen und ausgetauscht. Die Gottesdienstbesucher haben auch im Jahr nach dem Reformationsjubiläum in der Martinskirche zugenommen. Die Besucherzahl ohne Christvesper betrug im Jahr 2018 durchschnittlich 77 Personen (2017 = 75; 2016= 68). Der Kirchengemeinderat ist darüber hocherfreut und dankt unseren Pfarrerinnen und Pfarrern, den Organisten, insbesondere unserem Kantor Schwarz und unserer Messnerin Aksana Kauerhof für ihren unermüdlichen Einsatz!

Danach befassten wir uns zuerst mit einem Vortrag von Gerald Kretzmar, der meint, dass von Krise hauptsächlich innerhalb der Kirche gesprochen wird, wobei viel zu wenig beachtet wird, dass es sich nicht um eine Krise der Kirche, sondern um Phänomene des Wandels handelt. Zu diesem gesellschaftlichen Wandel gehört auch, dass die Menschen heute um ihrer Freiheit willen zu allen Institutionen Distanz halten und selbst bestimmen wollen, welche Angebote etwa der Kirche sie in Anspruch nehmen wollen. Sie wollen also „Akteure ihres eigenen Lebens, d.h. auch ihrer eigenen Religiosität und Kirchlichkeit“ sein. Die Angebote der Kirchengemeinde sollten deshalb stets auf Augenhöhe erfolgen und ansprechend sein. Ob wir so mit unseren Ideen die Martinskirchengemeinde ab und zu stärker am Gottesdienst zu beteiligen richtig liegen, ist nicht sicher, wir werden es versuchen. Einmal im Vierteljahr wollen wir im Gottesdienst ein gottesdienstliches Element stärker betonen und die Gemeinde daran beteiligen. Pfarrerin Nicole Gneiting und Pfarrer Walter Schwaiger werden für den Kirchengemeinderat ein kleines Konzept ausarbeiten, wobei weder Pfarrer/in noch die Gemeinde überfordert werden sollen. Wichtig sind uns die Reaktionen aus der Gemeinde, damit wir am Jahresende sehen was gut oder nicht gut angekommen ist und ob wir so weitermachen sollen.

Später entstand noch eine sehr engagierte, kontroverse und emotionale Diskussion über das „Sitzverhalten“ im Gottesdienst, die wir aber angesichts des Zeitrahmens in einer späteren Sitzung fortsetzen wollen.

Klaus Backhaus