Darf der Tod Thema sein in der Schule?

Die Frage allein schon lässt manchen zögern bei einer Antwort dazu und doch entwickelt sich Neugier und Interesse zu einem „Wie könnte das aussehen?“

Erwachsenen fällt der Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen schwer genug, dann noch mit den Kindern darüber zu sprechen, ihnen ihre Trauer leichter zu machen, ist ihnen oft nicht möglich.

Die Hospizgruppen des Zollernalbkreises haben hierzu gemeinsam das bundesweite Projekt „Hospiz macht Schule“ übernommen, in dem den jungen Menschen das Thema „Tod und Sterben“ einfühlsam näher gebracht werden soll.

Zwölf Ehrenamtliche aus den Hospizgruppen Albstadt und Balingen haben dazu eine spezielle Ausbildung in Ludwigsburg absolviert. Jeweils fünf davon werden innerhalb einer Schulwoche mit den Kindern die Themen „Werden und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, „Sterben und Tod“, „Vom Traurigsein“ und „Trost und Tröster“ einfühlsam erarbeiten, unterstützt mit altersgerechten Geschichten, Bilderbüchern oder Filmausschnitten. Bastel- oder Malarbeiten, etc. schaffen parallel dazu eine Vertrauensebene, so dass die Kinder ihre Fragen oder Erzählungen in den jeweiligen Kleingruppen von selbst einbringen. Auch verschiedene Religionen und deren Vorstellungen werden mit aufgegriffen. Am Ende einer solchen Projektwoche gibt es ein Abschlussfest mit den Eltern, bei dem die Dritt- und Viertklässler präsentieren dürfen, was sie gelernt haben.

Die Vorbereitungen sind geschaffen, die zuständigen Schulbehörden haben die 45 Grundschulen des Kreises angeschrieben. Es gab bereits Rückmeldungen, so dass die ersten Schulklassen im kommenden Schuljahr von diesem Angebot profitieren können.

Weitere Informationen zum Projekt „Hospiz macht Schule“ erhalten Sie bei Regina Birk, Koordinatorin der Hospizgruppe Albstadt, Tel.: 07431 9385-14 (vormittags), Mail: hospizgruppe@sozialstationalbstadt.de.  

Gertrud Mews-Korell