»Magnificat«

Sonntag, 15. Dezember 2018 • 17 Uhr • Martinskirche | Aufführung zum 3. Advent

Antonio Vivaldi (1678-1741) Magnificat RV 610
Dietrich Buxtehude (ca. 1637-1707) Magnificat primi toni BuxWV 203
Johann Sebastian Bach (1685-1750) Magnificat BWV 243

Johanna Prielmann • Sopran I
Veronika Dieter • Sopran II
Julia Werner • Alt
Paul Sutton • Tenor
David Pichlmaier • Bass

Prof. Jens Wollenschläger • Orgel

Kantorei der Martinskirche
Schwarzwald Kammerorchester
(Musiker führender Kulturorchester Deutschlands)

Kantor Steffen Mark Schwarz • Leitung

Karten für dieses Konzert erhalten Sie in der Tourist-Information Albstadt-Ebingen oder vor der Aufführung an der Abendkasse der Martinskirche.

Preiskategorie A I Stunde der Kirchenmusik I Oratorium
Nummerierte I unnummerierte Plätze | 20 | 15 Euro (ermäßigt 15 | 10 Euro)

Der Vorverkauf startet am 25. November bei der Tourist-Info der Stadt Albstadt.

Im Lukasevangelium Lukas 1, 46b-55) preist Maria mit »Magnificat anima mea Dominum« (»Meine Seele preist den Herrn«) die Macht Gottes. Diese Bibelstelle steht im Mittelpunkt aller drei oben genannter Vertonungen von Vivaldi, Buxtehude und Bach.

Die geistliche Musik von Antonio Vivaldi hebt sich von anderen Werkgruppen seines hervortretend vielseitigen Gesamtwerks auffällig ab. Besonders in den Chorabschnitten zeigt sich äußerste Klarheit ohne Tendenzen zu Spektakulärem. Dennoch sind diese von Klangpracht und Harmonik durchaus gewagt farbig geprägt. Die Solopartien sind dabei zwar virtuos und kontrastreich, aber stets der Bedeutung des liturgischen Textes verpflichtet.

Die am dritten Advent zusätzlich erklingende Magnificat-Bearbeitung für Orgel von Dietrich Buxtehude kann durchaus als ein Ersatz für das gesungene Magnificat gesehen werden. Auf einen bewusst einheitlichen Werkaufbau deutet zum einen die zyklische Anlage mit kontrastierenden Sätzen als auch das einleitende Präludium mit abschließendem Coda-Satz, der an die Form der norddeutschen Toccata verweist und das Gesamtwerk rahmt, hin.

Unserer liturgischen Tradition folgend komponierte Bach seine erste Fassung des Magnificat in Es in der Adventszeit im Jahr 1723. Für seine zweite Fassung in D veränderte Bach die instrumentale Besetzung. Dabei milderte er die harmonisch kühnere Fassung von 1723 ab und strich die eingefügten Weihnachtschoräle.

Bachs Magnificat ist neben seiner h-Moll-Messe und den Lutherischen Messen die einzige erhaltene Vertonung eines lateinischen Textes in seinem Werk. Es ist für fünfstimmigen Chor gesetzt. Eine barocke Orchesterbesetzung mit Pauken und Trompeten zeichnet sich durch eine symmetrische Struktur aus. Das Werk zeichnet sich durch viele verschiedene Tonarten aus, die den Hörgenuss der Zuhörerinnen und Zuhörer bereichern.

 

 

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