© Sabine Kemmler

Gehet hin im Frieden Gottes

Mit diesen Worten gehen wir nach dem Abendmahl auseinander und am Ende des Gottesdienstes wird uns zugesprochen „Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden“. Wie oft haben wir diese Worte schon gehört? Aber Hand aufs Herz, wie oft dringen sie zu uns durch, in die Tiefe unserer Seele? Manch- mal erschreckt es mich, wie schnell ich anschließend mit unfriedlichen Gedanken in mir beschäftigt bin. Aber zum Glück sagt mir manchmal jemand an der Kirchentür „Danke für den Segen!“ Dieser Dank berührt mich und macht mir deutlich: Ja, so ist es, wir sind gesegnet und Gottes Frieden liegt in uns, auf uns und wir sollen ihn hinaustragen in die Welt. Im Gottesdienst, ob mit oder ohne Abendmahl, werden wir gestärkt und ermutigt. Anschließend treten wir hinaus, um das zu leben, was wir vorher gehört und gefeiert haben. „Gehet hin im Frieden Gottes“ – diese fünf Worte sollen uns in jedem Augenblick begleiten. Sie sind Verheißung, Zusage und Auftrag zugleich. Gott spricht uns seinen Frieden, sein umfassendes Heil zu. Im Hebräischen heißt es Schalom. Ja, manchmal fällt es mir schwer, den Frieden wahrzunehmen, mein Blick richtet sich gerne auf das, was noch nicht ist. Aber mit jedem Segen, den wir uns im Gottesdienst und im Alltag zusprechen möge die Gewissheit in uns wachsen: Gottes Frieden ist da in dieser Welt und wir sollen ihn leben. Lassen sie uns ihn miteinander suchen und entdecken, damit er durch uns immer mehr an Kraft gewinnt.

Oder wie es in einem Lied heißt:

„Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen; Geh in seinem Frieden, was auch immer du tust. Geh unter der Gnade, hör auf Gottes Worte; Bleib in seiner Nähe, ob du wachst oder ruhst.“

 

Ihre Pfarrerin Nicole Gneiting  

 

 

zurück...